Die Sechziger

Der Flüchtlingsstrom riss Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre nicht ab und das Sozialwerk Stukenbrock platzte aus allen Nähten. Insbesondere fehlten Wohnunterkünfte und Gebäude zur Sicherung der vielen Bedürfnisse der Menschen. Schließlich galt es, in den Folgejahren bis zu über 2500 Menschen gleichzeitig hier unterzubringen.

Viele der zum Teil arg maroden Baracken konnten nicht mehr genutzt werden und die Nissenhütten waren fast alle abgerissen worden. Ende der 50er bis 1960 wurden daher neue Gebäude in einer Art Plattenbauweise errichtet. Es verschwanden sogar endlich die alten Kohle beheizten Kanonenöfen und wichen einer Zentralheizungsanlage.
Die Fotos auf den Folgeseiten zeigen das Sozialwerk Stukenbrock unmittelbar nach der Errichtung der Plattenbauten, vermutlich im Jahr 1960.

Fotos: Ernst Lohöfener, Bielefeld

Der Film "Brücke zur neuen Heimat - Sozialwerk Stukenbrock"

1962 entstand auch ein Film über das Sozialwerk Stukenbrock mit dem Titel "Brücke zur neuen Heimat - Sozialwerk Stukenbrock". Es ist das einzig erhaltene Filmdokument über das Lager aus jener Zeit.

Hier geht's zum Film über das Sozialwerk Stukenbrock.

Wohngebäude

Zu Beginn der 60er Jahre wichen die alten Holzbaracken moderneren Gebäuden in Fertigbauweise.

Förderschule und Kindergarten

Auch Schule und Kindergarten boten die neuen Plattenbauten mehr Raum, Komfort und Funktionalität.

Nebengebäude und Krankenhaus

Endlich gab es großzügige Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie ein Badehaus, eine Lesehalle und ein Kino.

Schwesternwohnheim

Die neuen Gebäude schafften großzügige Wohnmöglichkeiten für Schwestern und Mitarbeiterinnen.

Zentralküche

Täglich musste für viele Hunderte Menschen gekocht werden. Dafür entstand eine große Zentralküche mit modernen Geräten.

Jugendheim

Im Jugendheim wurden Kinden und Jugendliche untergebracht. Später kamen auch Schulklassen und Kurkinder hier unter.