Behelfskrankenhaus, Ladenstraße, Kino, Lesehalle, Badehaus

Eine Ladenstraße mit Frisör und kleinen Geschäften, eine Lesehalle, ein großes komfortables Badehaus, ja sogar ein großes Theater mit Kino gab es jetzt.

Auch das Behelfskrankenhaus wurde größer und moderner. Es war nun möglich, umfangreichere und anspruchsvollere Diagnostik und Therapie durchzuführen. Da nur das Flüchtlingslager in Stukenbrock über ein so gut ausgestattetes Krankenhaus verfügte, wurden teilweise sogar kranke Flüchtlinge, die in anderen Lagern untergebracht waren und dort nicht behandelt werden konnten, vorübergehend in das Sozialwerkes Stukenbrock verlegt, Hier war eine entsprechende medizinische Versorgung möglich.

Die Ladenstraße bot den Menschen Möglickeit zum Einkauf. Es gab u.a. einen Lebensmittelladen, einen Bäcker, einen Frisör und einen Schumacher, bei dem man auch Schuhe kaufen konnte.

Einen wesentlichen Anteil am Freizeit- und Kulturleben hatte das Theater, dass auch als Kino genutzt wurde. 50 Pfg kostete die Montagsnachmittagsvorstellung für Kinder mit Filmen von „Dick und Doof”, „Zorro” oder „Fuzzy”. Neben Konzerten und Theatervorstellungen fand hier auch die großen zentrale Weihnachtsfeier statt.

In der Lesehalle mit der gut ausgestatten Bibliothek konnte man sich Bücher ausleihen oder eine der verschiedenen Tageszeitungen lesen.

Wollte man mal richtig duschen oder ein Wannenbad nehmen, stand das neue Badehaus zur Verfügung.

Auch das Behelfskrankenhaus war zu einer respektablen Größe angewachsen und konnte in den neuen Plattenbauräumlichkeiten mit Kleinstadtverhältnissen konkurrieren. Es verfügte jetzt über mehr Betten und eine modernere medizinische Klinikausstattung.

Die Qualität ist bei einigen Abbildungen erheblich eingeschränkt!

Da Originalfotos fehlen, wurden sie als Szenen aus dem Film "Sozialwerk Stukenbrock - Brücke zur neuen Heimat", der in der alten Doppel-8-Technik aufgenommen wurde, herauskopiert.

Hier geht's zum Film über das Sozialwerk Stukenbrock.