Erinnerungen an das Sozialwerk Stukenbrock: Neue Fotos und Postkarten

Heidemarie Nolda als junges Mädchen 1964 auf Klassenfahrt im Flüchtlingslager

Im Alter von 11 besuchte Heidemarie Nolda vor mehr als 50 Jahren unter ihrem Mädchennamen Gade das Sozialwerk Stukenbrock. Sie lebte damals in Berlin. In einem persönlichen Brief schreibt sie, dass sie die „kleine Stadt“ im Rahmen einer 3-wöchigen Klassenfahrt im Sommer 1964 kennenlernte. Postkarten und Fotos zeigen das Jugendwohnheim und das Gemeinschaftshaus des Jugendheims, in dem sie damals untergebracht war. Noch heute habe sie „nur gute Erinnerungen“ an ihren damaligen Aufenthalt und das Sozialwerk Stukenbrock. Sie denke gerne an diese „tolle Reise“ zurück.

Liebe Frau Nolda,

vielen Dank für die Postkarten und Fotos. Ich habe sie in meine Dokumentation „Sozialwerk Stukenbrock – Brücke zur neuen Heimat“ aufgenommen.

Gerd Plückelmann

Witten, Januar 2017


„Unser“ Weihnachtstransparent

Seine Geschichte – von der Entstehung bis heute

Ein neuer Flyer informiert über die Geschichte des inzwischen wieder in seine Heimat zurückgekehrten Weihnachtstransparents der früheren Evangelischen Lagerkirche im Sozialwerk Stukenbrock.

Seit 1965 befand sich das bleiverglaste Triptychon in Privatbesitz. Friedrich A. Plückelmann, von 1948 bis Mitte der 1960er Jahre Leiter im Sozialwerk Stukenbrock, hatte das Transparent zu seinem Abschied als Erinnerung geschenkt bekommen.

Dem Wunsch seines Sohnes Gerd, dem Autor dieser Website, entsprechend, hat das Transparent im Advent 2014 jedoch an seinen ursprünglichen Bestimmungsort zurückgefunden und ist heute wieder in der renovierten Kirche zu bewundern.

Der sechsseitige, bebilderte Flyer, erstellt vom Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten NRW, dokumentiert anhand von Abbildungen aus dem Archiv Gerd Plückelmann die Entstehung und den fast 70jährigen Weg des Weihnachtstransparents bis zu seiner Rückkehr.

Witten, Dezember 2016


Sozialwerk Stukenbrock

im Jahrbuch Westfalen 2017
Westfälischer Heimatbund

Das Jahrbuch Westfalen 2017, herausgegeben vom Westfälischen Heimatbund, beinhaltet in seiner aktuellen Ausgabe wieder eine breite Themenpalette aus der Geschichte Westfalens (Aschendorff Verlag, ISBN 978-3-402-15823-4).

Unter dem Schwerpunktthema „Westfalen in der Welt“ stellt Gerd Plückelmann das ehemalige Flüchtlings- und Auffanglager Sozialwerk Stukenbrock zwischen Bielefeld und Paderborn als wichtige Anlaufstelle für Vertriebene und Flüchtlinge in den frühen Nachkriegsjahren dar. Grundlage dazu sind wieder Fotografien, authentische Darstellungen, Berichte und Dokumente aus seinem Archiv und www.sozialwerk-stukenbrock.de.

Der Westfälische Heimatbund nimmt als Dachverband der örtlichen Heimatvereine und der ehrenamtlichen Ortsheimatpfleger Aufgaben der regionalen Heimat- und Kulturpflege Westfalens wahr.

Münster, November 2016


Das Sozialwerk Stukenbrock in der Geschichte der AWO

In seinem Buch ‚Vom „Sozialismus der Tat“ zur freien Wohlfahrtspflege - Die Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen-Lippe 1946-1966‘ beschreibt der Historiker Dr. Jürgen Büschenfeld, Leiter des Arbeitsbereichs Geschichte als Beruf der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie an der Universität Bielefeld, die geschichtliche Entwicklung der AWO Ostwestfalen-Lippe in der Nachkriegszeit (Verlag für Regionalgeschichte, ISBN 978-3-7395-1066-8).

In dem Buch beschreibt der Historiker auch das Engagement der AWO im Sozialwerk Stukenbrock. Bereits in seinen Anfängen 1948 war die AWO an diesem Flüchtlingslager beteiligt und arbeitete mit den anderen mitwirkenden Wohlfahrtsverbänden eng zusammen. Das Hauptaugenmerk der AWO galt dabei vor allem den alleinstehenden Müttern unter den Flüchtlingen und ihren Kindern.

Neben Abbildungen, die aus dem Archiv Gerd Plückelmann stammen, dient auch die Homepage www.sozialwerk-stukenbrock.de mit ihren authentischen Darstellungen, Berichten und Original-Dokumenten als Quellenangabe für diesen Teil des Buches.

Witten, Juni 2016


Zurück in die Heimat

Bleiverglastes Weihnachtstransparent wieder an seinem Ursprungsort

Das bleiverglaste Weihnachtstransparent, dass sich seit 1965 in meinem Besitz befand, hat seinen Weg zurück in seine Heimat gefunden. In einem Weihnachtsgottesdienst der Landespolizeischule NRW am 10. Dezember 2014 wurde es erstmalig in der Ev. Lagerkirche des ehemaligen Sozialwerkes Stukenbrock wieder aufgestellt. Die unter Denkmalschutz stehende und völlig renovierte Kirche gehört heute zur Polizei-Bildungseinrichtung "Erich Klausener"."Für einige Besucher, die die Kirche noch aus Zeiten des Flüchtlingslagers persönlich kannten, war das ein sehr bewegender Augenblick" so Landespolizei-Pfarrerin Pia Winkler.

Um die Entstehung des Transparentes ranken sich einige Geschichten, die heute nicht mehr belegbar sind. Die, die es noch genau wissen könnten, leben leider nicht mehr.

Eine Geschichte, die hartnäckig erzählt wurde, war, dass hier nach Kriegsende untergebrachte Gefangene aus den Scherbenresten von umliegenden zerschossenen Kirchenfenstern das bleiverglaste Transparent gefertigt haben sollen. So wurde auch erzählt, dass der Rahmen des Transparentes aus einem Sprungfederrahmen eines Bettgestelles hergestellt worden sein soll. Auf solchen Rahmen lagen damals dann diese unbequemen dreiteiligen Stroh- oder Rosshaar-gefüllten Matratzen.

Es könnte aber auch sein, dass das Transparent während des Kirchbaus 1949 von Flüchtlingen aus Scheibenresten angefertigt wurde. Die Geschichte mit dem Sprungfederrahmen wird allerdings wohl wahr sein. Auf jeden Fall verfügte der Künstler über beträchtliches Geschick und Sachverstand.

Wie auch immer. Das Transparent gehörte damals in der Advents- und Weihnachtszeit zu dieser Lagerkirche. Ich selber kann mich gut daran erinnern, wie es den Altarraum schmückte. Nun ist es wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Und das war mir ein besonderes Anliegen.

Gerd Plückelmann

Stukenbrock, Dezember 2014

 


OWL - Heimat für Fremde?

Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart

Eine Wanderausstellung des Arbeitskreises ostwestfälisch-lippische Archive

9. Juli bis 6. September 2013 in Bielefeld
16. September bis 15. November 2013 in Detmold

Hier geht es zur Internetseite OWL-Archive


Das Sozialwerk Stukenbrock in der Ausstellung "Angekommen" im Deutschen Bundestag

Einen wichtigen Bestandteil der Ausstellung "Angekommen", die seit 26. Oktober 2011 im Deutschen Bundestag zu sehen ist, stellt das Sozialwerk Stukenbrock dar. Die Wanderausstellung der Stiftung Zentrum gegen Vertreibung (ZGV) zeigt die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen von den ersten Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart. "Angekommen" ist nach "Erzwungene Wege" und "Die Gerufenen" der dritte Teil einer Trilogie, die sich mit dem Schicksal von Deutschen nach Auswanderung, Flucht und Vertreibung beschäftigt.

Eines der Fallbeispiele, die in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden, ist das Sozialwerk Stukenbrock. Es stellt eines der typischen Flüchtlings- und Auffanglager der Nachkriegsjahre dar. Alle Fotografien und Textmaterialen dazu stellte Gerd Plückelmann, Autor der Homepage www.sozialwerk-stukenbrock.de, aus seinem privaten Archiv dieser Ausstellung zur Verfügung.

Hier geht es zur Ausstellungstafel "Fallbeispiel Stukenbrock".

Hier geht es zur Ausstellung "Angekommen" im Deutschen Bundestag.


Neue Westfälische berichtet über:

"Angekommen" im Deutschen Bundestag

Ausgabe Nr. 250, Donnerstag, 27. Oktober 2011

Hier geht es zum Artikel


9. Oktober 1949 - 9. Oktober 2009:
60 Jahre Evangelische Lagerkirche

Am 9. Oktober 2009 jährte sich die Einweihung der Evangelischen Lagerkirche des Sozialwerkes Stukenbrock zum 60sten mal. Über 60 ehemaligen Bewohner und Mitarbeiter des Lagers trafen sich aus diesem Anlass auf dem früheren Lagergelände.

 Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der noch heute erhaltenen und unter Denkmalschutz stehenden Baracken-Kirche fanden sich die Ehemaligen in einem nahegelegenen Gasthaus zusammen. Hier zeigte der Autor dieser Homepage, Gerd Plückelmann, viele Fotografien auf einer großformatigen Leinwand und erinnerte damit an die Zeit des Sozialwerkes Stukenbrock in den Jahren 1948 bis ca. 1965.

 Auch der Film "Brücke zur neuen Heimat - Sozialwerk Stukenbrock" wurde in seiner gesamten Länge gezeigt und führte bei den Gästen zu teils bewegenden Erinnerungen. Für die meisten war es nach Jahrzehnten wieder das erste Mal, originale Zeitdokumente in dieser Fülle zu sehen. Viele der Gäste erkannten Familienangehörige oder Freunde aus der damaligen Zeit wieder und konnten dies kaum fassen.

Bei dem anschließenden Zusammensein wurden viele Erlebnisse und Geschichten erzählt und teils sehr persönliche Erfahrungen und Erinnerungen ausgetauscht. Die örtliche Presse berichtete umfangreich.

 

 Neue Westfälische berichtet über:

"Brücke zur neuen Heimat"

Ausgabe Nr. 238, Dienstag, 13. Oktober 2009

Hier geht es zum Artikel

 

Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock:

"Erinnerungen werden lebendig"

Dienstag, 13. Oktober 2009

Hier geht es zum Artikel


Homepage "sozialwerk-stukenbrock.de" seit Sommer 2009 im Internet

Seit 2009 ist die Homepage "sozialwerk-stukenbrock.de" im Internet präsent. Mit ihr erinnert der Autor, Gerd Plückelmann, an die Zeit des Flüchlings- und Auffanglagers von 1948 bis 1965. Die Presse berichtete.


Neue Westfälische berichtet über:

"sozialwerk-stukenbrock.de"

Ausgabe Nr. 172, Dienstag, 28. Juli 2009

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