Die ersten Jahre

Um die ständig steigende Flut von Flüchtlingen aufnehmen zu können, wurde das Sozialwerk Stukenbrock vor allem in den ersten Jahren ständig erweitert. So entstand nach und nach eine richtige „Stadt“ mit Kirche, Schule, Behelfskrankenhaus, Poststelle, einem kleinen Kaufhaus, Frisör, Lesehalle, Badehaus, Schuster und Werkstätten. Die aus dem Kriegsgefangenen- und später Internierungslager übergebliebenen Baracken wurden renoviert und zu menschenwürdigen Unterkünften umgestaltet. Die vorhandenen Nissenhütten mussten zunächst noch als Funktionsgebäude oder Lager genutzt werden, wurden aber im Laufe der Zeit bis Ende der 50er Jahre vollständig abgerissen.

Besonderer Wert wurde auf die Gestaltung des Geländes gelegt. So wurden Straßen und Wege angelegt, die Unterkünfte und Funktionsgebäude freundlich gestaltet sowie Bäume, Sträucher und Blumenbeete gepflanzt und die Wege schließlich eingefasst. Aus dem primitiven Lager wurden zusehends freundliche Wohnstätten für die Flüchtlinge.

Zum Sozialwerk Stukenbrock gehörten auch eine Zentralküche, Speisesäle für jeden Block, eine Wäscherei, Ställe sowie Werkstätten. Die Baracken, die als Wohngebäude genutzt wurden, trugen Namen von Städten oder Regionen der Herkunftsländer wie „Breslau“, „Königsberg“, „Stettin“ oder „Pommern“.

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