70 Jahre Evangelische Lagerkirche

Mit einer Fotoausstellung und einem ökumenischen Festgottesdienst wurde am 9. Oktober 2019 das 70jährige Bestehen der früheren Evangelischen Lagerkirche im ehemaligen Sozialwerk Stukenbrock gefeiert.

Das kleine Kirchlein war einer der zentralen Punkte in der Betreuung von Flüchtlingen, Vertriebenen und Spätaussiedlern. Heute steht die völlig renovierte Kirche unter Denkmalschutz und gehört zum Bildungszentrum der Polizei „Erich Klausener“.

Die noch einige Wochen zugängliche Fotoausstellung mit Bildern von Klaus Streck dokumentiert die Evangelische Lagerkirche von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung am 9. Oktober 1949. Ein weiterer Teil der Ausstellung zeigt die aufwendige Renovierung des denkmalgeschützten Gotteshauses. Landespolizeipfarrerin Pia Winkler begrüßte die Gäste zusammen mit Oliver Nickel von der Gedenkstätte Stalag 326.

Der anschließende ökumenische Festgottesdienst stellte die bedeutende Stellung der Kirche heraus, die den vertriebenen und geflüchteten Menschen wieder Halt und ein Heimatgefühl gab. Die Predigt hielt die Landespfarrerin für Polizeiseelsorge, Pia Winkler, mit ihrem katholischen Kollegen Polizeiseelsorger Dr. Marcus Böhne. Abgerundet wurde der Gottesdienst durch teils berührende Berichte dreier Zeitzeugen. Musikalische Unterstützung gab es von einer vierköpfigen Band.

Das Grußwort der Evangelischen Kirche von Westfalen überbrachte Ralf Radix, Referent für Seelsorge und Beratung.

Witten, 9. Oktober 2019