Lagerschule

In der Lagerschule wurde zunächst unter unvorstellbaren Bedingungen unterrichtet. Über 170 Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen und Schuljahre mussten Weihnachten 1948 in einem Raum von nur einer Lehrerin (Gertrud Krause) unterrichtet werden. Im Sommer 1950 kam ein weiterer Klassenraum hinzu und Fräulein Krause wurde durch einen zweiten Lehrer (Herr Harras) unterstützt. Im Herbst 1951 waren es dann 210 Kinder, die von den beiden Lehrkräften unterrichtet wurden. Später wurde das Kollegium um eine dritte Lehrkraft erweitert.

Dazu kam noch, dass die deutsche Sprache von den Kindern oft gar nicht oder nicht gleichermaßen gut gesprochen wurde. Während die eine Jahrgangsgruppe sich beispielsweise in Schreiben und Rechnen still übten, mussten die anderen laut lesen. Und das in einem Raum! Nach einer bestimmten Zeit wechselten dann die Aufgaben und die nächste Gruppe war mit Lesen dran. Erst später wurden weitere Lehrer eingestellt, bevor die Schule dann zur Ev. Volksschule wurde.

In der Lagerschule wurden zusammen mit den evangelischen Flüchtlingskindern auch Kinder von evangelischen Angestellten unterrichtet. Wegen der begrenzten Kapazitäten besuchten die katholischen Kinder umliegende Schule, wie die katholische Forellschule, die nur einige hunder Meter vom Sozialwerk entfernt lag.

Entsprechende Zeitungsartikel sind auf der Seite Zeitdokumente zu finden.