Das kleine Kirchlein

Eine Baracke wurde um einen gemauerten Altarraum und einen Kirchturm erweitert. Sie wurde innen herausgeputzt und die Kirchenfenster mit Bleiverglasungen versehen. So entstand ein kleines stattliches Kirchlein für ca. 250 Gäste.

Sogar eine Orgel gab es nun. Die notwendigen Mittel für den Bau der Kirche erbrachte das Ev. Hilfswerk Westfalen.

Nach mehrmonatigem Bau wurde am 9. Oktober 1949 die Ev. Kirche im Sozialwerk Stukenbrock feierlich von Pastor Karl Pawlowski und Präses Ernst Wilm eingeweiht. Es waren so viele Gäste anwesend, dass der Gottesdienst und der Festakt mit Lautsprecher ins Freie übertragen werden mussten.

Die Evangelische Lagerkirche war über die vielen Jahre der Lagerzeit ein wichtiger Bestandteil und gab vielen Gläubigen Gelegenheit, Gottesdienste zu besuchen und an kirchlichen Festen und Feiern teilzunehmen. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit wurde das festlich Kirchlein geschmückt. Auch ein großer mit elektrischen Lichterketten versehener Weihnachtsbaum erstrahlte neben der Kirche zum Fest.

Die zuständigen Pfarrer der Evangelischen Lagerkirche in Stukenbrock waren

  • Oswald Fellgiebel (ab 1948) zeitweise im Wechsel mit Ewald Oehrmann
  • Gerhard Spellmeyer (ab 1954)
  • Horst Fülling (ab 1958)
  • Harro von Krause (ab 1963)

Die Ev. Kirche steht als Dokument für soziales Engagement in den Nachkriegsjahren heute unter Denkmalschutz. Im Jahre 2019 feierte sie ihr 70-jähriges Bestehen.

Entsprechende Zeitungsartikel über die Grundsteinlegung, den Bau und die Einweihung der Evangelischen Lagerkirche sind auf der Seite Zeitdokumente zu finden.

Die Ev. Lagerkirche 2005 und 2009

Die folgenden Fotos sind 2005 und 2009 entstanden und zeigen den damaligen Zustand. Inzwischen wurde die Kirche 2013 völlig renoviert und an Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW übergeben.